Das Ende eines Stocks ist eine Metallspitze, auf die sich ein Gummipad stecken lässt, manchmal auch „Asphaltpad“ genannt. Das wirkt wie eine Kleinigkeit, aber hier entscheidet sich, wie sich das Gehen auf verschiedenen Untergründen anfühlt, wie laut es ist und wie lange deine Stöcke halten. Ich sage es gleich am Anfang: Wer ein Paar Stöcke hat und gut wählt, womit er sie abschließt, erspart sich den halben Ärger.

Gummipad: Gehwege und Asphalt
Pads sind für harte Untergründe gemacht: Gehwege, Asphalt, Pflaster und Laufbahnen. Sie dämpfen das Geräusch, schonen den Untergrund und verlängern die Lebensdauer der Metallspitze. Es gibt auch Pads direkt für Nordic Walking, schräg und größer, die beim Abdruck auf Asphalt greifen und nach vorn helfen. Sie haben aber auch eine Schattenseite. Wenn du vom Gehweg in den Matsch wechselst, musst du sie abziehen und in die Tasche stecken, und manche weicheren Pads nutzen sich auf hartem Untergrund schnell ab. Gummipads muss man im Auge behalten: Ein abgenutztes greift nicht, und vor allem verlierst du die Ruhe, die du sparen wolltest.
Metallspitze: Wege und Gelände
Eine Hartmetall- oder Wolframspitze passt auf steinige Wege, Schotter, Erde, Schnee sowie auf An- und Abstiege. Sie beißt gut zu und hält. Es gibt zwei Grundformen: stumpf, wie bei Trekkingstöcken, und scharf, die sogenannte Speed-Spitze. Die stumpfe geht auf allen Untergründen einschließlich Asphalt, kann aber auf Steinen rutschen. Die scharfe ist hervorragend auf weichem Boden, Sand und steinigen Pfaden, bleibt aber gern im nassen Matsch stecken und kann bei unvorsichtiger Haltung die Kleidung beschädigen.
Hartmetall hält sehr lange. Mit der Zeit nutzt es sich aber ab, deshalb lohnt es sich, die Spitze ab und zu anzusehen. Eine scharfe Spitze ist vielleicht nicht mehr scharf und beißt sich schlechter in Fels. Sollte sie sich lösen und herausfallen, lässt sich die ganze Spitze ersetzen, du musst dafür also keine neuen Stöcke kaufen.


Eis und Winter
Laut den Quellen halten Spitzen mit deutlichen Zacken auf Eis am besten. Ein universeller Kompromiss für den Wechsel zwischen befestigten und Waldwegen sind Spitzen mit Stiften, also ein Gummipad mit kleinen Metallstiften im Gummi: Sie haben die Ruhe des Gummis und doch ein Stück Haftung des Metalls. Für Eis, einen zugefrorenen See oder rutschiges steiles Gelände gibt es auch spezielle Traktionsspitzen, sogenannte „Krallen“, die anstelle der gewöhnlichen Spitze aufgeschraubt werden. Sie passen aber nur zu manchen Stockmarken.
Für tiefen Schnee brauchst du Teller. Das sind breite flache Scheiben knapp über der Spitze, die verhindern, dass der Stock einsinkt. Für Waldmatsch genügen kleine, leichte. Beide werden meist aufgeschraubt, achte nur darauf, dass sie fest sitzen, damit du sie unterwegs nicht verlierst.
Die Schlaufe: der unsichtbare Held
Wenn wir schon von Enden sprechen, ist es fair, auch das andere Ende zu erwähnen: die Schlaufe. Sie soll eng, aber nicht würgend sitzen und überträgt die Last aufs Handgelenk, sodass sich die Hand nicht verkrampfen muss. An der Schlaufe liegt mehr, als du erwartest: Eine gute gepolsterte Schlaufe ist der Unterschied zwischen einer Runde, nach der die Hände entspannt sind, und einer, nach der du sie ausgewrungen hast. Bei Wärme helfen belüftete, im Winter Neopren-Schlaufen.
Was du wählen solltest
Gehst du hauptsächlich in der Stadt und auf Asphalt, nimm Pads. Gehst du im Wald und auf Feldwegen, genügt die blanke Spitze. Die meisten guten Stöcke werden mit Pads und Spitzen geliefert, du musst dich also nicht beim Kauf entscheiden. Du probierst aus, was dir passt, und entscheidest für jede Runde einzeln. Wenn du nicht sicher bist, welche Spitzen zu deinen Strecken passen, frag in einer Gruppe oder im Fachgeschäft, was bei dir in der Gegend benutzt wird. Das Gelände ist überall anders, und die Erfahrung der Einheimischen lässt sich durch keine Anleitung ersetzen.
Pflege und Austausch
Spüle die Spitzen nach jeder Runde von Matsch und Schnee ab, damit nichts eindringt. Prüfe ab und zu, ob es Risse, abgenutzte Spitzen oder lockere Enden gibt. Halte Ersatzpads griffbereit: Sie sind Verschleißteile und nutzen sich mit der Zeit ab. Und wenn du Stöcke mit Teleskopteil hast, wirkt ein Tropfen Silikonschmiermittel an den Verschlüssen Wunder.
Welche Spitzen benutzt du? Schreib uns im Forum, was sich auf deinen Strecken bewährt hat.
Häufige Fragen
**Soll ich Gummipads kaufen, oder genügt die blanke Spitze?** Gehst du hauptsächlich in der Stadt und auf Asphalt, nimm Pads. Gehst du im Wald, genügt die blanke Spitze. Die meisten Stöcke werden mit beidem geliefert, du musst dich also nicht beim Kauf entscheiden.
**Warum fallen meine Pads ständig ab?** Meist sind sie locker oder abgenutzt. Prüfe, ob sie auf der Spitze sitzen, und ersetze sie gegebenenfalls. Ein Gummipad ist ein Verschleißteil.
**Meine Spitze ist stumpf. Ist das ein Mangel?** Nein. Eine stumpfe Spitze ist üblich und funktioniert auf den meisten Untergründen. Eine schärfere eignet sich für weiches Gelände und Felsen, aber nicht für alle Wege.
**Wann muss eine Spitze ersetzt werden?** Erst wenn sie spürbar abgenutzt oder gebrochen ist oder wenn sie auf Gelände rutscht, auf dem sie früher hielt. Probiere aber zuerst, ob es genügt, sie zu reinigen.

Text: Kompas.



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