
Urheber & Quelle: Hudrator
Am Samstag, dem 17. Oktober, ging es von der Chata U Lesa hinauf auf den Tanvaldský Špičák. Der Plan klang herrlich: eine Herbstwanderung mit Stöcken, nette Gesellschaft und oben etwas Gutes zu essen. Der Berg hatte offenbar nur „oben“ gehört und wollte sichergehen, dass wir auch verstanden, was das bedeutete. Es war eine wunderschöne Wanderung. Bergauf. Und noch weiter bergauf. Kaum dachten wir, jetzt müsste doch endlich ein ebenes Stück kommen, ging es schon wieder hinauf.
Herbstidylle mit Ausweichmanövern

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Um uns herum leuchtete das Herbstlaub, zwischen den Bäumen öffneten sich schöne Ausblicke. Auf den Weg mussten wir trotzdem gut achten. Ein Stück liefen wir über eine Mountainbike-Strecke. Die Lifte standen still, einige Radfahrer waren aber trotzdem unterwegs. Und wie! Wenn sie an uns vorbeischossen, hieß es für uns kurz: „Rette sich, wer kann!“
Táňa kreischte, Veronika weinte, und wir stolperten, fielen hin und rappelten uns wieder auf. So sieht also ein entspannter Familienausflug aus. Ein Stück nahmen wir die Skipiste und stiegen weiter. Die Hütte würde uns schließlich kaum entgegenkommen. Fürs nächste Mal merken wir uns: lieber einen Wanderweg nehmen. Da lassen sich die Herbstfarben auch ohne rasante Überraschungen von hinten genießen.
Eine Dame am Eingang sorgte für Aufregung

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Irgendwann hatten wir es geschafft. Die Chata Špičák war herbstlich geschmückt, samt Hexen. Eine stand direkt am Eingang und sah aus wie eine ganz harmlose Dekofigur. Ein großer Irrtum.
Sobald jemand vorbeiging, legte sie mit einem „Hihihihihi!“ los. Die Gäste zuckten zusammen, sprangen zurück oder sahen aus, als wollten sie doch lieber woanders essen. Wir saßen da, schauten zu und lachten uns schlapp. Die armen Neuankömmlinge ahnten nichts von der kostenlosen Vorstellung an der Tür. Und schon gar nicht, dass sie gleich die Hauptrolle übernehmen würden.

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Nach dem Aufstieg gab es also nicht nur eine Pause, sondern auch beste Unterhaltung. Für ein paar gemeinsame Fotos hielt die Hexe ebenfalls still. Die Frauen neben ihr waren allerdings deutlich freundlicher.
Für dieses Essen verzeiht man jeden Anstieg

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Dann kam das Essen. Und jetzt ganz ohne Witz: Auf dem Špičák wird richtig gut gekocht. Für mich war es eines der besten Essen, die ich hier in der Gegend je hatte. Dazu gab es noch wunderbaren Kuchen. Danach waren wir so satt und zufrieden, dass uns fast die Worte fehlten. Ein wohliges Grunzen hätte unsere Stimmung ziemlich gut getroffen.
Wir ruhten uns am Tisch aus und schauten zu, wie die Hexe ihre nächsten Opfer erschreckte. Der Berg konnte draußen ruhig noch ein bisschen warten.
Mit vollem Bauch wieder bergab
Danach machten wir uns auf den Heimweg, diesmal bergab. Die herbstlichen Hänge waren immer noch wunderschön, und für weitere gemeinsame Fotos war natürlich auch Zeit. Jetzt wussten wir ja, was oben auf uns wartete: gutes Essen und eine Hexe, die ihre Gäste auf ihre ganz eigene Art begrüßte.

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Wir nehmen schöne Herbstbilder, ein bisschen Stolpern und vor allem eine Geschichte mit, über die wir noch lange lachen werden. Der Špičák hat uns erst ins Schwitzen gebracht, dann satt gemacht und bestens unterhalten. Für uns ein rundum gelungener Samstag.
Eigene Fotos von der Wanderung am 17. Oktober 2026.











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